Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Wichtig für Wandsbek! Die Bezirkswahl und das Programm der SPD

Kurzwahlprogramm 20142011 trat die SPD für einen Politikwechsel auch in Wandsbek an. Die zentralen Themen waren bereits vor drei Jahren der Wohnungsbau, der Zustand der Straßen, Jugend- und Sozialpolitik und in allen Bereichen mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz.

Für Anja Quast, Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin für die Bezirkswahl im Mai, ist das Ergebnis eindeutig: „Unsere Politik war gut für Wandsbek und hat den Bezirk vorangebracht.“ Die engagierte Kommunalpolitikerin kann das auch mit Zahlen belegen: „Wir haben in dieser Legislatur 4.500 Baugenehmigungen erzielt. 50 Kilometer Straße wurden grundsaniert, 25 weitere Kilometer stehen noch in diesem Jahr an. Das ist so weit wie von Wandsbek bis zur Ostsee. Weiterlesen

Die Bezirksversammlung geht nach Jenfeld

SPD und Grüne in der Bezirksversammlung Wandsbek haben beschlossen, am 16. Dezember eine Sitzung des Sozialausschusses im Jenfeld-Haus durchzuführen.

Wir freuen uns, dass wir nach Klärung der Terminlage des Jenfeld-Hauses schon gleich die kommende Sitzung nutzen können, um uns vor Ort mit den Ergebnissen der aktuellen Sozialraumbeschreibung Jenfelds zu befassen. Alle Jenfelderinnen und Jenfelder sind gemeinsam mit den Trägern sozialer Einrichtungen eingeladen sich bei der Erörterung notwendiger Maßnahmen zu beteiligen.

Die SPD-Fraktion hatte bereits in der letzten Bezirksversammlung für eine ausführliche Debatte über die sozialen Entwicklungen im Bezirk gesorgt und dabei u.a. eine Erhöhung des Quartiersfonds gefordert. Außerdem wurde eine verstärkte soziale Mischung im Rahmen von Wohnungsbauprojekten angekündigt.

Wandsbek – der instabile Riese

OrtstypenWandsbek ist mit über 400.000 Einwohnern der weitaus größte Hamburger Bezirk. Als eigenständiges Gemeinwesen wäre Wandsbek nach Duisburg auf Rang 16 der einwohnerstärksten Städte in Deutschland. Wandsbek ist so groß wie Bochum und hat dicht bebaute, urbane Stadtteile genauso wie ländliche Strukturen. Wandsbek hat Villen und Wandsbek hat Großsiedlungen. Und in diesem Bezirk gibt es erhebliche Differenzen in den Einkommensstrukturen, der Lebensverhältnisse und der Chancenverteilung für gesellschaftliche Teilhabe. Eine Hamburger Tageszeitung berichtete daher unlängst über den „gespaltenen Bezirk“ und stellte die sozialen Unterschiede anhand des Anteils an Hartz-IV-Empfängern in den 18 Stadtteilen dar: in der südlichen Hälfte leben 93 % der Leistungsempfänger.

Hamburg gilt im deutschen Vergleich als stark polarisierte Stadt, und Wandsbek ist mit seiner großen Bandbreite an Stadtteiltypen der wohl am stärksten polarisierte Bezirk Hamburgs. Das Hamburger Sozialmonitoring zeigt dazu eine zeitliche Entwicklungstendenz: Die Lage in den ohnehin prosperierenden Gebieten im Norden verbessert sich weiter, während die Gebiete mit den größeren sozialen Problemen hingegen zunehmende negative Tendenzen aufweisen.

Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund gemeinsam mit einem Team von Stadtforschern und -planern von Nexthamburg Wandsbeks spezifische Herausforderungen analysiert und Strategien erarbeitet, mit denen Wandsbek sich für die Zukunft rüsten kann (Wandsbek stabilisieren, Wandsbek Gesicht geben, Wandsbek zusammenhalten). Dabei ging es neben Offensichtlichkeiten auch um versteckte Tendenzen der Polarisierung in „unauffälligen“ Stadtteilen und neben sozioökonomischen Gegensätzen um deutliche Unterschiede in den Altersstrukturen der Stadtteile. Im vergangenen Jahr wurde dazu der „WandsbekImpuls“ als Auftakt eines breiten Bürgerdialogs vorgestellt (www.wandsbekimpuls.de).
Stabilitätsindex Weiterlesen

Weiterentwicklung des Brauhausviertels

1 Jahr Erfahrung mit der neuen Politik für mehr Wohnungsbau

Eckerkoppel, Ritterstraße, Hammer Straße, Lengerckestieg – diese Wohnungsbauprojekte aus dem Wandsbeker Wohnungsbauprogramm sind nur einige Beispiele dafür, wie gemeinsam mit Bauträgern zeitnah eine relativ hohe Anzahl an Wohneinheiten auf den Weg gebracht werden kann.

Außerdem wurden Ende März drei neue Bebauungsplanverfahren begonnen und mehrere Veranstaltungen für die Bürgerbeteiligung im Vorwege eines weiteren Planverfahrens beschlossen. Bei diesen Vorhaben am Bramfelder Dorfplatz, Bramfelder Dorfgraben, in der Marienthaler Rauchstraße und am Bredenbekkamp in Wohldorf-Ohlstedt geht es um weitere 260 Wohneinheiten. weiter lesen

Wohnungsbau kommt schnell voran

In dieser Woche haben wir im Fachausschuss für Stadtplanung und in der Bezirksversammlung für den Wohnungsbau in Wandsbek viel erreicht:

  • Das Bebauungsplanverfahren Lemsahl-Mellingstedt 19 für den Bereich nördlich des Fiersbarg wird eingeleitet. 40 bis 45 Wohneinheiten sollen entstehen.
  • Das B-Plan-Verfahren Eilbek 13 wird nach der Beteiligung der Öffentlichkeit fortgeführt. Geplant sind ca. 80 Wohneinheiten. Hier haben wir besonderen Wert auf einen hohen Anteil geförderten, also „bezahlbaren“ und familienfreundlichen Wohnungsbaus gelegt.
  • Das B-Plan-Verfahren Eilbek 14 wird ebenfalls fortgeführt, nachdem die Bürgerinnen und Bürger in der öffentlichen Plandiskussion nur positive Rückmeldungen dazu gegeben haben, dass im Bereich der Schellingstraße aus den „Geschäftsgebieten“ nun so genannte „Mischgebiete“ werden sollen, in denen auch das Wohnen zugelassen ist.
  • Für die geplante Wohnbebauung am Bredenbekkamp in Wohldorf-Ohlstedt soll zeitnah eine öffentliche Veranstaltung durchgeführt werden, um die Bürger von Beginn an in die Grundzüge der Planung einzubeziehen.
  • Außerdem wurden für mehrere Wohnungsbauvorhaben wie z.B. an der Wandsbeker Allee die von der rot-grünen Koalition in Wandsbek gewünschten Anteile des geförderten Wohnungsbaus festgelegt. Diese liegen regelhaft zwischen 30 und 100 %.

Wir merken es deutlich: die meisten Menschen haben begriffen, dass der Wohnungsbau dringend voran kommen muss. Die Verwaltung genauso wie die Wohnungsgesellschaften und Projektentwickler. Und auch Anwohnerinnen und Anwohner lassen sich eher überzeugen, dass es wichtig ist, wenn Wohnraum entsteht – möglicherweise auch in ihrem Umfeld. Die Aufgabe der Politik im Bezirk ist es dabei vorallem, neue Projekte anzuschieben, dabei das richtige Augenmaß zu behalten und für Bürgerbeteiligung und Transparenz zu sorgen.

Wandsbek bekommt sein „Kulturschloss“

Nachdem jahrelang von vielen Ehrenamtlichen dafür gekämpft wurde, bekommt der Stadtteil Wandsbek jetzt endlich sein eigenes Stadtteilkulturzentrum. Der Umbau eines ehemaligen Bürohauses an der Ecke Brauhausstraße und Königsreihe läuft auf Hochtouren. Wo sich früher Röntgenbilder des LBK stapelten soll demnächst die Kultur zu Hause sein. Jetzt müssen erstmal alle Wände rausgerissen werden, um auf zwei Geschossen einen schönen Veranstaltungssaal, ein Café und großzügige Seminarräume zu bauen.

Einen Namen hat die neue Wandsbeker Institution natürlich auch schon: Kulturschloss Wandsbek. In dem Haus an der Königsreihe 4 sollen demnächst Kultur, Bildung und das Stadtteilleben regieren. Für Wandsbek hat die Gründung des Kulturschlosses eine immense Bedeutung. Endlich wird mit Mitteln des Bezirkes und der Kulturbehörde wieder gut gemacht, was mit der Schließung des Bürgerhauses 2006 verloren ging. Und wir werden noch wesentlich mehr bieten: ein breites Kursangebot, das sowohl für Familien und Senioren, als auch für jeden attraktiv ist, der sich für Musik, Kunst, Tanz, Sprachen, Gesundheit, Bildung und Beratung interessiert. Dazu gibt es verschiedenste Veranstaltungen und Konzerte. weiter lesen

Schloßgarten-Brücke: Bauplanung immer noch nicht gestoppt

Bereits Anfang Juni hat die Bezirksversammlung Wandsbek auf Antrag der SPD die geplante Brücke im Schloßgarten abgelehnt und die Bezirksamtsleitung aufgefordert, Stadtentwicklungsbehörde und Deutsche Bahn darüber zu informieren und von ihrem Vorhaben abzubringen. Meine Nachfrage im gestrigen Verkehrsausschuss an die Verwaltung ergab, dass immer noch keine Stellungnahme von Bahn und BSU vorliegt und damit immer noch nicht klar ist, ob die Planung des unsinnigen und teuren Baus nun endlich gestoppt wird oder nicht.