Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Auswertung des Planungsworkshops zur Bebauung der „Dreiecksfläche“ Bebauungsplanverfahren Eilbek 15

Eilbek15_1Auf der Grünfläche „Dreiecksfläche“ zwischen Hasselbrookstraße, Papenstraße und Peterskampweg soll eine Wohnbebauung mit etwa 60 Wohneinheiten, davon 30% als öffentlich geförderter Mietwohnungsbau sowie eine Kindertagesstätte für etwa 60 Kinder entstehen.

Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hatte hierzu am 17.09.2013 der Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens einvernehmlich zugestimmt. Am 21.10.2013 wurden die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer öffentlichen Plandiskussion über die Planung informiert.

Zusätzlich hierzu wurde auf Initiative der SPD am 13.02.2014 ein Planungsworkshop mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern des Vorhabenträgers sowie der Verwaltung durchgeführt. Die Auswertung der Veranstaltung ist in öffentlicher Sitzung des Planungsausschusses am 15.04.2014 vorgesehen. Hierzu besteht für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich erneut einzubringen und mögliche Weiterentwicklung des Bebauungskonzeptes mit den Ausschussmitgliedern zu erörtern.

Termin: Dienstag, 15. April 2014

Beginn der Ausschusssitzung: 18:00 Uhr

Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg

Eilbek 15: Viele gute Vorschläge der Workshop-Teilnehmer

Der Planungsworkshop zur Eilbeker Dreiecksfläche war sehr konstruktiv. Endlich kamen Anwohner zu Wort, die sich eine Bebauung durchaus vorstellen können. Und viele Teilnehmer, die mit großer Skepsis in die Veranstaltung gegangen waren, stellten fest, dass sich ihre konkreten Kritikpunkte lösen lassen oder zumindest Kompromisse möglich sind. So war der Abend ein wichtiger Schritt, um die Planung in einer Richtung fort zu führen, die Konflikte vermeidet und die die Interessen der Eilbeker einbezieht. Das ist auch unsere Erwartungshaltung gegenüber den Bebauungsvarianten, die nun ausgearbeitet und der Öffentlichkeit anschließend vorgestellt werden.

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Frieden im Planungsworkshop zur Eilbeker „Dreiecksfläche“

Moderate und konstruktive Kritik bestimmten die Bürgerbeteiligung zur geplanten Bebauung der Eilbeker Dreiecksfläche mit 60 Wohnungen.

Planungsworkshop für die Dreiecksfläche in Eilbek

Eilbek15_1Im  Planungsausschuss am 17. Dezember haben SPD und Grüne beschlossen, dass zum Thema Bebauungsplanung für die Dreiecksfläche an der Papenstraße (Eilbek 15) schnellstmöglich ein öffentlicher Planungsworkshop durchgeführt wird, an dem alle Interessierten teilnehmen können. Bei dieser intensiven Form der Bürgerbeteiligung sollen Vorschläge für die bauliche Umsetzung  erarbeitet werden. Rahmenbedingungen sind die Schaffung von ca. 60 Wohnungen und die Einbeziehung einer Kindertagesstätte.

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Bürgerinitiative stimmt Bebauungskonzept für Sportplatz Oktaviostraße zu

Am Dienstag wurde bei einem Treffen der Bürgerinitiative Marienthal die überarbeitete Planung der Architektinnen des Investors Behrendt Wohnungsbau vorgestellt und diskutiert. Nach vorangegangenen Treffen der Bezirksverwaltung, der Kommunalpolitik, der Bürgerinitiative und des Investors war die Höhe der Gebäude mit Giebeldächern zurückgenommen und die architektonische Vielfalt erhöht worden. Insgesamt sollen jetzt 21 neue Wohneinheiten in acht Einzelhäusern entstehen. Die Hälfte der Fläche des ehemaligen Concordia-Stadions wird weiterhin dem angrenzenden Gehölz zugeschlagen und aufgeforstet.

concordiaVor genau vier Jahren begannen die Auseinandersetzungen über die Bebauung des Sportplatzes, als die damals oppositionelle SPD-Fraktion die Anwohnerinnen und Anwohner über die Planungen einer gebietsuntypischen und massiven Bebauung informierte. Anfang 2012 einigte sich dann die rot-grüne Wandsbeker Koalition mit der Bürgerinitiative auf Rahmenbedingungen einer Bebauung, die Grundlage einer Investorenausschreibung wurden. Nach anfänglicher Kritik an dem von der behördlichen Auswahlkommission favorisierten Entwurf stimmte die Bürgerinitiative der Überarbeitung nun einstimmig zu.

Wir freuen uns sehr, dass damit der Startschuss erfolgt ist. Die Anhandgabe an den Investor kann nun durch die Fachbehörde erfolgen und die Bezirksversammlung kann die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschließen. Wie vereinbart wird die Initiative auch in den weiteren Verfahrensschritten intensiv und unbürokratisch beteiligt. Planverfahren gegen die Bürger sind zum Scheitern verurteilt oder bringen zumindest erhebliche Verzögerungen mit sich. Uns ist es darüber hinaus sehr wichtig, dass Menschen, die sich für ihr Umfeld interessieren und sich einbringen wollen, wie hier geschehen ernst genommen werden und sich Politik und Verwaltung mit ihnen konstruktiv auseinandersetzt und sie beteiligt. Nur so war es möglich, dass wir nun dieses positive und auch stadtplanerisch gelungene Ergebnis gemeinsam erreichen konnten.

Weiterentwicklung des Brauhausviertels

Bebauung am Buchenkamp nur mit weiterer Bürgerbeteiligung

buchenkampAm 23. September fand in der Volksdorfer Räucherkate die dritte Bürgerveranstaltung zur geplanten Bebauung am Buchenkamp statt. Veranstalter war die Ökologische Wohnungsbaugenossenschaft, der das Gelände gehört.

Mein Eindruck war, dass es auch bei der dritten Veranstaltung noch viel Abstimmungs- und vorallem Informationsbedarf gab. Beispielsweise schien nicht klar zu sein, dass die Bezirke landwirtschaftliche Flächen nach einem politischen Beschluss mit einem neuen Planrecht versehen und als Wohngebiet ausweisen können.
Wenn dabei der Wert des Grundstückes steigt, kann der Planungsbegünstigte in Hamburg bislang nur begrenzt dazu verpflichtet werden, den entstandenen Gewinn für Maßnahmen einzusetzen, die direkt dem Gemeinwohl dienen. Zum Beispiel können ihm die Kosten für die Erstellung von Planzeichnungen und Gutachten auferlegt werden. Naturschutzbedingte Ausgleichsmaßnahmen muss er sowieso übernehmen und auch weitere Maßnahmen z.B. für die Erschließung oder soziale Infrastruktur können mit ihm vereinbart werden.
Außerdem haben wir als Vorgabe einen Mindestanteil von 30 % geförderten Wohnungsbau festgelegt und gewährleisten damit einen beträchtlichen Anteil günstigen Wohnraums.  Weiterlesen

Stadtplanung transparent – Fachbegriffe werden jetzt verständlich erklärt

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Auf der Webseite des Bezirksamtes Wandsbek können sich ab sofort alle Interessierten über die Fachbegriffe der Stadtplanung informieren. Die rot-grüne Koalition reagiert damit auf die zahlreichen Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Zuge des verstärkten Wohnungsbaus in Wandsbek und will für Verständlichkeit und Transparenz sorgen. Wir wollen allen die Möglichkeit geben, die manchmal doch sehr spezielle Sprache der Stadtplaner zu verstehen, um sich bei Bauvorhaben informieren zu können.

Auf der Website des Bezirkes Wandsbek (http://www.hamburg.de/stadtplanung-wandsbek) wurde das Begriffslexikon der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) „Fachbegriffe der Stadtplanung und des Bauplanungsrechts – verständlich erklärt“ eingebaut, so dass das Lexikon an einer zentralen Stelle aktuell gehalten und bearbeitet wird.  Weiterlesen

Matthias-Strenge-Siedlung – Rot-Grün beendet jahrelangen Streit zwischen Anwohnern, Genossenschaft und Politik

Lageplan entsprechend der Kompromisslösung (Vorlage für den Planungsausschuss am 6.11.12)

Nur wenige Wochen nachdem die Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau dem Bezirksamt den Auftrag erteilt hat, die umstrittene Planung für das Gebiet am Strengesweg in Poppenbüttel wieder aufzunehmen, ist es der Rot-Grünen Koalition in Wandsbek gelungen, mit der Bürgerinitiative einen Kompromiss zu erarbeiten, der auch die betroffene Wohnungsbaugenossenschaft überzeugt hat.
Der konsensfähige Planentwurf wird am kommenden Dienstag, dem 6. November, dem Wandsbeker Planungsausschuss zur Abstimmung vorliegen und dann voraussichtlich Grundlage einer öffentlichen Plandiskussion sein, die für Montag, den 19. November, geplant ist.
Der Kompromissvorschlag sieht an der Straße Heublink und am Windröschenweg insgesamt vier Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs Wohneinheiten vor. Ansonsten werden durchgehend Ein- und Zweifamilienhäuser festgesetzt. Entlang dem Strengesweg soll es keine hintere Bebauung geben. Die Frage der Festsetzung von Erhaltungsbereichen oder Gestaltungsvorgaben für den Erhalt der städtebaulichen Struktur soll im weiteren Planverfahren geklärt werden.
Wir sind sehr froh darüber, dass wir so zügig mit der Bürgerinitiative und der Baugenossenschaft eine Einigung erzielen konnten. Nach fast zehn Jahren Streit gibt es endlich eine verlässliche Zukunft für die Siedlung, mit der alle Beteiligten gut leben können. Und auch die Verwaltung kann nun das Planverfahren zeitnah umsetzen.

Wohnungsbau kontra Gewerbe?

Gibt es diesen Gegensatz? Gewiss, bei der begrenzten Fläche im Stadtstaat Hamburg gibt es Flächenkonkurrenzen. Übrigens auch gegenüber den Anforderungen des Naturschutzes. Die darin liegende Dramatik ist aber zumindest in Wandsbek längst nicht so groß, wie es nun die Liberalen glauben machen wollen. In der letzten Sitzung der Wandsbeker Bezirksversammlung behauptete der FDP-Vorsitzende, die Wandsbeker Erfolge beim Wohnungsbau seien nur möglich, weil dagegen das Gewerbe vernachlässigt werden würde.

Brachliegende Gewerbefläche in Eilbek (Google Streetview)

Brachliegende Gewerbefläche in Eilbek (Google Streetview)

Wenn die FDP sich gerade verstärkt mit Gewerbeflächen beschäftigt, dann tut sie das vermutlich, um sich im vermeintlichen Mainstream der Wohnungsbauwilligen ein thematisches Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen. Und das, obwohl dieses Thema von der Bezirksverwaltung ebenfalls als sehr wichtig angesehen wird, wie das gerade vorgelegte Gewerbeflächenkonzept zeigt. Naheliegend ist auch, dass der Grund in einer Klientelpolitik liegt, die eine Verknappung des Angebots am Wohnungsmarkt bevorzugt. Für die SPD geht es hingegen um einen klugen und langfristig ausgerichteten Ausgleich zwischen den Flächenbedarfen des Wohnungsbaus und des Gewerbes. Dem Bestandsflächenmanagement kommt dabei eine hohe Bedeutung zu.

In Wandsbek hat es in den vergangenen Jahren Neuausweisungen von 88,5 ha (!) Gewerbeflächen gegeben (Höltigbaum, Merkurpark, Wragenkamp, Güterbahnhof Marienthal und aktuell Jenfelder Au). Es werden im gerade veröffentlichten Wandsbeker Gewerbeflächenkonzept knapp 20 ha freie Gewerbeflächen für ansiedlungswillige oder expandierende Betriebe in Wandsbek genannt. weiter lesen