Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Eilbek 15: Viele gute Vorschläge der Workshop-Teilnehmer

Der Planungsworkshop zur Eilbeker Dreiecksfläche war sehr konstruktiv. Endlich kamen Anwohner zu Wort, die sich eine Bebauung durchaus vorstellen können. Und viele Teilnehmer, die mit großer Skepsis in die Veranstaltung gegangen waren, stellten fest, dass sich ihre konkreten Kritikpunkte lösen lassen oder zumindest Kompromisse möglich sind. So war der Abend ein wichtiger Schritt, um die Planung in einer Richtung fort zu führen, die Konflikte vermeidet und die die Interessen der Eilbeker einbezieht. Das ist auch unsere Erwartungshaltung gegenüber den Bebauungsvarianten, die nun ausgearbeitet und der Öffentlichkeit anschließend vorgestellt werden.

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Frieden im Planungsworkshop zur Eilbeker „Dreiecksfläche“

Moderate und konstruktive Kritik bestimmten die Bürgerbeteiligung zur geplanten Bebauung der Eilbeker Dreiecksfläche mit 60 Wohnungen.

Öffentliche Plandiskussion zu Marienthal 34 (Concordia-Stadion)

Die Vorstellung der Planungen zur Bebauung des ehemaligen Concordia-Stadions in der Marienthaler Oktaviostraße sind am 3. Februar auf großen Zuspruch gestoßen. Kein Wunder, ist die Bebauungsplanung doch mit einer intensiven Bürgerbeteiligung verbunden gewesen. Auch hier war immer klar: die Bebauung wird es geben, aber die Umsetzung kann konstruktiv und kooperativ gestaltet werden. Die Marienthaler haben dieses Angebot angenommen. Wir hoffen, dass dieses Positivbeispiel auch an anderer Stelle im Bezirk wahrgenommen wird und zur Nachahmung anregt.

Besorgte Stimmen gab es bezüglich der geplanten Aufwaldung der nördlichen Hälfte der ehemaligen Sportplatzfläche und der Einbeziehung in das Gehölz. Auch hier gilt selbstverständlich weiterhin die Absprache mit der Bürgerinitiative, dass diese Maßnahmen zeitnah mit der Bebauung erfolgen werden.

Planungsworkshop für die Dreiecksfläche in Eilbek

Eilbek15_1Im  Planungsausschuss am 17. Dezember haben SPD und Grüne beschlossen, dass zum Thema Bebauungsplanung für die Dreiecksfläche an der Papenstraße (Eilbek 15) schnellstmöglich ein öffentlicher Planungsworkshop durchgeführt wird, an dem alle Interessierten teilnehmen können. Bei dieser intensiven Form der Bürgerbeteiligung sollen Vorschläge für die bauliche Umsetzung  erarbeitet werden. Rahmenbedingungen sind die Schaffung von ca. 60 Wohnungen und die Einbeziehung einer Kindertagesstätte.

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Städtebauliches Quartiersmonitoring für Eilbek

In der morgigen Bezirksversammlung fordern wir gemeinsam mit unserem grünen Koalitionspartner die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt auf, den Stadtteil Eilbek als ersten weiteren Hamburger Stadtteil nach dem laufenden Pilotprojekt im Bezirk Mitte in die Anwendung eines städtebaulichen Quartiersmonitorings aufzunehmen.
Das Quartiersmonitoring soll als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Soziale Erhaltungsverordnung für Eilbek dienen.
Damit reagieren wir auf die aktuellen sozialen und städtebaulichen Entwicklungen, die sich zunächst in einem rasanten Anstieg der Wohnungsmieten widerspiegeln. Eines der zentralen Ziele des SPD-Senats ist die Erhaltung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Neben der Forcierung des Wohnungsbaus muss die Beobachtung von Quartieren im Fokus stehen, in denen sich Verdrängungstendenzen abzeichnen. Bei entsprechendem Befund muss zeitnah reagiert werden können.
Der Übergang einer wünschenswerten Aufwertung von Stadtteilen zu überbordenden Sanierungen im hochpreisigen Segment und der Umwandlung in Eigentumswohnungen ist fließend. Das Quartiersmonitoring ist daher Frühwarnsystem und Basis für konkrete Maßnahmen zur Erhaltung sozialer Strukturen. Weiterlesen

Die Bezirksversammlung geht nach Jenfeld

SPD und Grüne in der Bezirksversammlung Wandsbek haben beschlossen, am 16. Dezember eine Sitzung des Sozialausschusses im Jenfeld-Haus durchzuführen.

Wir freuen uns, dass wir nach Klärung der Terminlage des Jenfeld-Hauses schon gleich die kommende Sitzung nutzen können, um uns vor Ort mit den Ergebnissen der aktuellen Sozialraumbeschreibung Jenfelds zu befassen. Alle Jenfelderinnen und Jenfelder sind gemeinsam mit den Trägern sozialer Einrichtungen eingeladen sich bei der Erörterung notwendiger Maßnahmen zu beteiligen.

Die SPD-Fraktion hatte bereits in der letzten Bezirksversammlung für eine ausführliche Debatte über die sozialen Entwicklungen im Bezirk gesorgt und dabei u.a. eine Erhöhung des Quartiersfonds gefordert. Außerdem wurde eine verstärkte soziale Mischung im Rahmen von Wohnungsbauprojekten angekündigt.

Wandsbek – der instabile Riese

OrtstypenWandsbek ist mit über 400.000 Einwohnern der weitaus größte Hamburger Bezirk. Als eigenständiges Gemeinwesen wäre Wandsbek nach Duisburg auf Rang 16 der einwohnerstärksten Städte in Deutschland. Wandsbek ist so groß wie Bochum und hat dicht bebaute, urbane Stadtteile genauso wie ländliche Strukturen. Wandsbek hat Villen und Wandsbek hat Großsiedlungen. Und in diesem Bezirk gibt es erhebliche Differenzen in den Einkommensstrukturen, der Lebensverhältnisse und der Chancenverteilung für gesellschaftliche Teilhabe. Eine Hamburger Tageszeitung berichtete daher unlängst über den „gespaltenen Bezirk“ und stellte die sozialen Unterschiede anhand des Anteils an Hartz-IV-Empfängern in den 18 Stadtteilen dar: in der südlichen Hälfte leben 93 % der Leistungsempfänger.

Hamburg gilt im deutschen Vergleich als stark polarisierte Stadt, und Wandsbek ist mit seiner großen Bandbreite an Stadtteiltypen der wohl am stärksten polarisierte Bezirk Hamburgs. Das Hamburger Sozialmonitoring zeigt dazu eine zeitliche Entwicklungstendenz: Die Lage in den ohnehin prosperierenden Gebieten im Norden verbessert sich weiter, während die Gebiete mit den größeren sozialen Problemen hingegen zunehmende negative Tendenzen aufweisen.

Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund gemeinsam mit einem Team von Stadtforschern und -planern von Nexthamburg Wandsbeks spezifische Herausforderungen analysiert und Strategien erarbeitet, mit denen Wandsbek sich für die Zukunft rüsten kann (Wandsbek stabilisieren, Wandsbek Gesicht geben, Wandsbek zusammenhalten). Dabei ging es neben Offensichtlichkeiten auch um versteckte Tendenzen der Polarisierung in „unauffälligen“ Stadtteilen und neben sozioökonomischen Gegensätzen um deutliche Unterschiede in den Altersstrukturen der Stadtteile. Im vergangenen Jahr wurde dazu der „WandsbekImpuls“ als Auftakt eines breiten Bürgerdialogs vorgestellt (www.wandsbekimpuls.de).
Stabilitätsindex Weiterlesen

Strukturerhalt für Rahlstedt beschlossen

Die Feststellung des B-Plans Rahlstedt 127 ist für den Stadtteil eine sehr gute Nachricht: endlich gibt es Sicherheit für die wertvollen städtebaulichen Strukturen. Rahlstedt zeichnet sich in weiten Bereichen durch Einfamilienhäuser, historische Architektur und viel Grün aus. Einiges davon ist bereits verloren gegangen. Das soll jetzt z.B. durch städtebauliche Erhaltungsbereiche geschützt werden. Gleichzeitig wird auch eine angemessene Weiterentwicklung ermöglicht. Ich freue mich auch, dass wir dieses große Projekt in der Bezirksversammlung einstimmig beschlossen haben und alle Fraktionen für Rahlstedt an einem Strang gezogen haben.

Bürgerinitiative stimmt Bebauungskonzept für Sportplatz Oktaviostraße zu

Am Dienstag wurde bei einem Treffen der Bürgerinitiative Marienthal die überarbeitete Planung der Architektinnen des Investors Behrendt Wohnungsbau vorgestellt und diskutiert. Nach vorangegangenen Treffen der Bezirksverwaltung, der Kommunalpolitik, der Bürgerinitiative und des Investors war die Höhe der Gebäude mit Giebeldächern zurückgenommen und die architektonische Vielfalt erhöht worden. Insgesamt sollen jetzt 21 neue Wohneinheiten in acht Einzelhäusern entstehen. Die Hälfte der Fläche des ehemaligen Concordia-Stadions wird weiterhin dem angrenzenden Gehölz zugeschlagen und aufgeforstet.

concordiaVor genau vier Jahren begannen die Auseinandersetzungen über die Bebauung des Sportplatzes, als die damals oppositionelle SPD-Fraktion die Anwohnerinnen und Anwohner über die Planungen einer gebietsuntypischen und massiven Bebauung informierte. Anfang 2012 einigte sich dann die rot-grüne Wandsbeker Koalition mit der Bürgerinitiative auf Rahmenbedingungen einer Bebauung, die Grundlage einer Investorenausschreibung wurden. Nach anfänglicher Kritik an dem von der behördlichen Auswahlkommission favorisierten Entwurf stimmte die Bürgerinitiative der Überarbeitung nun einstimmig zu.

Wir freuen uns sehr, dass damit der Startschuss erfolgt ist. Die Anhandgabe an den Investor kann nun durch die Fachbehörde erfolgen und die Bezirksversammlung kann die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschließen. Wie vereinbart wird die Initiative auch in den weiteren Verfahrensschritten intensiv und unbürokratisch beteiligt. Planverfahren gegen die Bürger sind zum Scheitern verurteilt oder bringen zumindest erhebliche Verzögerungen mit sich. Uns ist es darüber hinaus sehr wichtig, dass Menschen, die sich für ihr Umfeld interessieren und sich einbringen wollen, wie hier geschehen ernst genommen werden und sich Politik und Verwaltung mit ihnen konstruktiv auseinandersetzt und sie beteiligt. Nur so war es möglich, dass wir nun dieses positive und auch stadtplanerisch gelungene Ergebnis gemeinsam erreichen konnten.

Die Ernst-Albers-Brücke fehlt!

Die Ernst-Albers-Brücke in Marienthal, die 1935 zusammen mit der A24 erbaut wurde, war eine wichtige Wegverbindung zwischen Marienthal und Horn. Mitte 2010 wurde die Fußgängerbrücke vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) abgerissen, weil sie zum einen stark renovierungsbedürftig und zum anderen nicht barrierefrei war.
Seitdem müssen die Marienthaler weite Umwege in Kauf nehmen. Da es weder einen Bürgersteig noch Fahrradweg gibt, ist der Umweg über den engen Derbyweg auf der Horner Seite gerade für Kinder gefährlich. Zudem fehlt der Lärmschutz an dieser Stelle, denn ohne die neue Brücke kann die Lücke nicht geschlossen werden.

SPD-Antrag Ernst-Albers-Brücke

Eine Grundinstandsetzung der Ernst-Albers-Brücke über die A24 und zusätzliche Lärmschutzwände hätten durch den LSBG längst errichtet werden sollen. Doch aufgrund der Klage einer Anwohnerin, die ihre Privatsphäre durch die höher gelegene Brücke beeinträchtigt sieht, aber auch eigene Alternativplanungen vorgelegt hat, ruht das Bauprojekt nun. Für die Marienthaler, die schon seit Jahren auf den Neubau der Ernst-Albers-Brücke warten, sind die Verzögerungen durch das anhängige Gerichtsverfahren äußerst ärgerlich.

 

Mit einem am 19. September beschlossenen Antrag der Wandsbeker SPD-Fraktion wird die Hamburger Fachbehörde nun aufgefordert, die angebotene Alternative noch einmal neu zu bewerten und sich mit der Klägerin zu einigen, damit die Brücke und die Lärmschutzwand möglichst schnell gebaut werden können.
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Weiterentwicklung des Brauhausviertels