Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Öffentliche Plandiskussion zu Marienthal 34 (Concordia-Stadion)

Die Vorstellung der Planungen zur Bebauung des ehemaligen Concordia-Stadions in der Marienthaler Oktaviostraße sind am 3. Februar auf großen Zuspruch gestoßen. Kein Wunder, ist die Bebauungsplanung doch mit einer intensiven Bürgerbeteiligung verbunden gewesen. Auch hier war immer klar: die Bebauung wird es geben, aber die Umsetzung kann konstruktiv und kooperativ gestaltet werden. Die Marienthaler haben dieses Angebot angenommen. Wir hoffen, dass dieses Positivbeispiel auch an anderer Stelle im Bezirk wahrgenommen wird und zur Nachahmung anregt.

Besorgte Stimmen gab es bezüglich der geplanten Aufwaldung der nördlichen Hälfte der ehemaligen Sportplatzfläche und der Einbeziehung in das Gehölz. Auch hier gilt selbstverständlich weiterhin die Absprache mit der Bürgerinitiative, dass diese Maßnahmen zeitnah mit der Bebauung erfolgen werden.

Bürgerinitiative stimmt Bebauungskonzept für Sportplatz Oktaviostraße zu

Am Dienstag wurde bei einem Treffen der Bürgerinitiative Marienthal die überarbeitete Planung der Architektinnen des Investors Behrendt Wohnungsbau vorgestellt und diskutiert. Nach vorangegangenen Treffen der Bezirksverwaltung, der Kommunalpolitik, der Bürgerinitiative und des Investors war die Höhe der Gebäude mit Giebeldächern zurückgenommen und die architektonische Vielfalt erhöht worden. Insgesamt sollen jetzt 21 neue Wohneinheiten in acht Einzelhäusern entstehen. Die Hälfte der Fläche des ehemaligen Concordia-Stadions wird weiterhin dem angrenzenden Gehölz zugeschlagen und aufgeforstet.

concordiaVor genau vier Jahren begannen die Auseinandersetzungen über die Bebauung des Sportplatzes, als die damals oppositionelle SPD-Fraktion die Anwohnerinnen und Anwohner über die Planungen einer gebietsuntypischen und massiven Bebauung informierte. Anfang 2012 einigte sich dann die rot-grüne Wandsbeker Koalition mit der Bürgerinitiative auf Rahmenbedingungen einer Bebauung, die Grundlage einer Investorenausschreibung wurden. Nach anfänglicher Kritik an dem von der behördlichen Auswahlkommission favorisierten Entwurf stimmte die Bürgerinitiative der Überarbeitung nun einstimmig zu.

Wir freuen uns sehr, dass damit der Startschuss erfolgt ist. Die Anhandgabe an den Investor kann nun durch die Fachbehörde erfolgen und die Bezirksversammlung kann die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschließen. Wie vereinbart wird die Initiative auch in den weiteren Verfahrensschritten intensiv und unbürokratisch beteiligt. Planverfahren gegen die Bürger sind zum Scheitern verurteilt oder bringen zumindest erhebliche Verzögerungen mit sich. Uns ist es darüber hinaus sehr wichtig, dass Menschen, die sich für ihr Umfeld interessieren und sich einbringen wollen, wie hier geschehen ernst genommen werden und sich Politik und Verwaltung mit ihnen konstruktiv auseinandersetzt und sie beteiligt. Nur so war es möglich, dass wir nun dieses positive und auch stadtplanerisch gelungene Ergebnis gemeinsam erreichen konnten.

Wohnbebauung auf dem Concordia-Sportplatz in Marienthal: Einigung mit Bürgerinitiative

Die Wandsbeker Koalition aus SPD und GAL hat vor Ostern mit der örtlichen Bürgerinitiative eine Einigung über die Bebauung des ehemaligen Concordia-Stadions in der Oktaviostraße erzielt.

Es sollen 24 Wohneinheiten in acht Gebäuden entstehen. Eine hintere Bebauung entfällt, da ungefähr die Hälfte des Gesamtgeländes als Ausgleichsfläche dienen soll. Sie wird zukünftig zum angrenzenden Gehölz gehören und entsprechend aufgewaldet. Die Gebäude werden aus Erdgeschoss, 1. Stockwerk und einem Dach- oder Staffelgeschoss bestehen. weiter lesen

Gezerre um Concordia-Bebauung

Die CDU in Wandsbek und die CDU-geführte Finanzbehörde scheinen sich noch lange nicht einig zu sein, wie das Concordia-Stadion in der Oktaviostraße bebaut werden soll. Während die Finanzbehörde Pläne für eine massive Bebauung mit bis zu 60 Wohneinheiten hat, ist die CDU vor Ort bereits mehrere Schritte auf die protestierenden Anwohner zugegangen, nachdem sich die SPD-Fraktion von Beginn an für eine an das Umfeld angepasste Bebauung stark gemacht und die Bewohner umfassend informiert hat. Ein Entwurf der Finanzbehörde für die Rahmenbedingungen der Ausschreibung wurde kurzfristig wieder von der Tagesordnung genommen und soll nun überarbeitet werden.

Debattenrede in der Bezirksversammlung

Meine Damen und Herren,

liebe Besucherinnen und Besucher insbesondere aus der Oktaviostraße und Marienthal,

in der Dezember-Sitzung dieser Versammlung hatte ich CDU und FDP aufgefordert, sich noch einmal intensiv mit dem zu beschäftigen, was sie da im Planungsausschuss kurzerhand beschlossen hatten: die Rahmenbedingungen für eine Bebauung der Fläche des ehemaligen Concordia-Stadions. Diese würden in der aktuellen Fassung eine viel zu massive Bebauung ermöglichen und zu einer Abholzung der dortigen Randbereiche des Gehölzes führen.

Aus diesem Grund hat sich ja auch sehr schnell und mit viel Energie die Bürgerinitiative gegründet, nachdem die SPD die Anwohner über die Sachlage informiert hatte. weiter lesen

SPD unterstützt Einzelinvestoren

Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek unterstützt den Antrag der FDP, von der Finanzbehörde prüfen zu lassen, ob die Fläche des ehemaligen Concordia-Stadions in Marienthal statt an einen Einzelinvestor an mehrere private Bauherren verkauft werden kann. Dadurch soll eine Bebauung gewährleistet werden, die sich in das Umfeld einfügt und den städtebaulichen Charakter des Quartiers nicht zerstört.

Der SPD-Abgeordnete Rainer Schünemann meint: „Damit vollzieht die FDP – erfreulicherweise – eine 180-Grad-Wende: Sie gibt das Einzelinvestoren-Konzept auf und greift in das Ausschreibungsverfahren ein, das doch eigentlich ungestört weiter laufen sollte. Den großen Koalitionspartner CDU treibt sie damit vor sich her.“

Die SPD hatte bereits im vergangenen November die Anwohner darauf aufmerksam gemacht, dass von CDU und FDP Rahmenbedingungen für eine Ausschreibung beschlossen wurden, die zur Abholzung von Randbereichen des Wandsbeker Gehölzes und einer zu massiven Bebauung führen würden. weiter lesen

Debattenrede: Bebauung Concordia-Stadion

Meine Damen und Herren,

liebe Besucher aus der Oktaviostraße,

Sie haben auf viele wichtige Gesichtspunkte hingewiesen.

Und ich fürchte, Sie haben Recht in Ihrer Wahrnehmung, dass hier still und leise im Ausschuss Fakten geschaffen werden sollten, die nur noch schwer zu korrigieren sind.

Aber wie schwer es auch sein mag: das, was da jetzt als Rahmenbedingungen im Raum steht, darf so nicht durchkommen.

Ich habe den starken Verdacht, dass sich die beiden Regierungsfraktionen CDU und FDP leider nicht mit der angemessenen Sorgfalt mit diesem Vorgang befasst haben. weiter lesen

SPD befürchtet Kahlschlag

Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hat am 17.11.2009 mit der Mehrheit aus CDU und FDP erste Rahmenbedingungen für die Bebauung des Concordia-Stadions in der Oktaviostraße in Marienthal beschlossen. Dazu der SPD-Fachsprecher für Stadtplanung Hans-Joachim Klier: „Diese Vorgaben gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Meine Fraktion und ich sehen allerdings bei wichtigen Einzelheiten dringenden Korrekturbedarf. Hinsichtlich einer angemessenen Bebauung darf nicht Maxime sein, beim Verkauf so viel Geld wie möglich rauszuschlagen.“

Die jetzt beschlossenen Rahmenbedingungen besagen, dass der Abstand der Gebäude zur Oktaviostraße lediglich 8 Meter, und nicht wie im Gebiet des Bebauungsplans 27, der das gesamte westliche und südliche Umfeld umfasst, 10 Meter betragen soll. Außerdem sollen die Tribünenwälle, die das Areal zum Gehölz hin im Norden und Westen abschließen, mitsamt ihrem reichen Baumbestand abgetragen werden, um im Norden eine „offene Oberflächenentwässerung“ bauen und im Westen den Verbindungsweg zur Oktaviostraße um 5 Meter verbreitern zu können.

Der SPD-Abgeordnete Rainer Schünemann hält diese Verbreiterung auf Kosten des westlichen Walls und die Entwässerrungsanlage auf Kosten des nördlichen Walls für unnötig und meint: „Die Wälle prägen seit vielen Jahrzehnten in hohem Maße die Randbereiche in diesem Gehölzabschnitt und würden eine hervorragende Abschirmung zur zukünftigen Bebauung bilden. Es wäre eine Sünde, das einfach weg zu hauen. Hinzu kommt, dass die Bebauung nördlich des Stadions lediglich einen Mindestabstand von 15 Metern zum Gehölz haben soll. Das klingt nach viel, man muss aber bedenken, dass bereits ab dem fast an den nördlichen Gehölzweg heranreichenden Zaun – also gefühlt schon mitten im Gehölz – gemessen wird.“ weiter lesen