Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Wohnungsbau, Flüchtlingsunterbringung und Naturerhalt am Buchenkamp

Die rot-grüne Koalition in Wandsbek hat in der Bezirksversammlung am 12. Mai beschlossen, dass für die Bereiche östlich des Buchenkamps in Volksdorf ein Bebauungsplanverfahren begonnen werden soll, um dort Wohnungsbau, eine Unterbringung für Flüchtlinge und Schutz und Aufwertung der naturnahen und landwirtschaftlichen Flächen zu ermöglichen.

Mit Unterstützung der Bürgerschaftskoalition sind in Volksdorf in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche sowohl mit Eigentümern, örtlichen Bürgerinitiativen als auch Naturschutzverbänden geführt worden. Am Ferckschen Hof sollen nun 60 Wohneinheiten und eine Einrichtung für Demenzkranke mit bis zu 30 Plätzen entstehen. Die Bebauung wird in Höhe der Bestandsgebäude des Ferckschen Hofs begrenzt. Sämtliche Gebäude sind in Nullenergiebauweise zu errichten und die Dachflächen für Photovoltaik zu nutzen. Außerdem soll die Bebauung an einer weitestgehenden Schonung der Knicks orientiert sein. Alle rückwärtigen Landwirtschaftsflächen und Grünbereiche der Liegenschaften der Eigentümerin (Ökologische Wohnungsbau Genossenschaft) werden gesichert und aufgewertet bzw. renaturiert. So wird ein sachgerechter Ausgleich zwischen den Belangen des Wohnungsbaus und der Naturverträglichkeit erreicht.

KarteBuchenkamp

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Auswertung des Planungsworkshops zur Bebauung der „Dreiecksfläche“ Bebauungsplanverfahren Eilbek 15

Eilbek15_1Auf der Grünfläche „Dreiecksfläche“ zwischen Hasselbrookstraße, Papenstraße und Peterskampweg soll eine Wohnbebauung mit etwa 60 Wohneinheiten, davon 30% als öffentlich geförderter Mietwohnungsbau sowie eine Kindertagesstätte für etwa 60 Kinder entstehen.

Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hatte hierzu am 17.09.2013 der Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens einvernehmlich zugestimmt. Am 21.10.2013 wurden die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer öffentlichen Plandiskussion über die Planung informiert.

Zusätzlich hierzu wurde auf Initiative der SPD am 13.02.2014 ein Planungsworkshop mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern des Vorhabenträgers sowie der Verwaltung durchgeführt. Die Auswertung der Veranstaltung ist in öffentlicher Sitzung des Planungsausschusses am 15.04.2014 vorgesehen. Hierzu besteht für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich erneut einzubringen und mögliche Weiterentwicklung des Bebauungskonzeptes mit den Ausschussmitgliedern zu erörtern.

Termin: Dienstag, 15. April 2014

Beginn der Ausschusssitzung: 18:00 Uhr

Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg

Weisung des Senats an den Bezirk zur Bebauung der Eilbeker Dreiecksfläche: Hintergründe

Senat und Bezirksamt haben als Vorlage für die Bezirksversammlung am 10. April Fragen der Linke-Fraktion beantwortet, die die rechtlichen Hintergründe der Weisung des Senats an den Bezirk bezüglich einer Bebauung der Dreiecksfläche in Eilbek (Eilbek 15) betreffen.

Über die Fakten zu diesem Thema kann sich nun jede und jeder Interessierte gut informieren.

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Eilbek 15: Viele gute Vorschläge der Workshop-Teilnehmer

Der Planungsworkshop zur Eilbeker Dreiecksfläche war sehr konstruktiv. Endlich kamen Anwohner zu Wort, die sich eine Bebauung durchaus vorstellen können. Und viele Teilnehmer, die mit großer Skepsis in die Veranstaltung gegangen waren, stellten fest, dass sich ihre konkreten Kritikpunkte lösen lassen oder zumindest Kompromisse möglich sind. So war der Abend ein wichtiger Schritt, um die Planung in einer Richtung fort zu führen, die Konflikte vermeidet und die die Interessen der Eilbeker einbezieht. Das ist auch unsere Erwartungshaltung gegenüber den Bebauungsvarianten, die nun ausgearbeitet und der Öffentlichkeit anschließend vorgestellt werden.

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Frieden im Planungsworkshop zur Eilbeker „Dreiecksfläche“

Moderate und konstruktive Kritik bestimmten die Bürgerbeteiligung zur geplanten Bebauung der Eilbeker Dreiecksfläche mit 60 Wohnungen.

Öffentliche Plandiskussion zu Marienthal 34 (Concordia-Stadion)

Die Vorstellung der Planungen zur Bebauung des ehemaligen Concordia-Stadions in der Marienthaler Oktaviostraße sind am 3. Februar auf großen Zuspruch gestoßen. Kein Wunder, ist die Bebauungsplanung doch mit einer intensiven Bürgerbeteiligung verbunden gewesen. Auch hier war immer klar: die Bebauung wird es geben, aber die Umsetzung kann konstruktiv und kooperativ gestaltet werden. Die Marienthaler haben dieses Angebot angenommen. Wir hoffen, dass dieses Positivbeispiel auch an anderer Stelle im Bezirk wahrgenommen wird und zur Nachahmung anregt.

Besorgte Stimmen gab es bezüglich der geplanten Aufwaldung der nördlichen Hälfte der ehemaligen Sportplatzfläche und der Einbeziehung in das Gehölz. Auch hier gilt selbstverständlich weiterhin die Absprache mit der Bürgerinitiative, dass diese Maßnahmen zeitnah mit der Bebauung erfolgen werden.

Städtebauliches Quartiersmonitoring für Eilbek

In der morgigen Bezirksversammlung fordern wir gemeinsam mit unserem grünen Koalitionspartner die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt auf, den Stadtteil Eilbek als ersten weiteren Hamburger Stadtteil nach dem laufenden Pilotprojekt im Bezirk Mitte in die Anwendung eines städtebaulichen Quartiersmonitorings aufzunehmen.
Das Quartiersmonitoring soll als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Soziale Erhaltungsverordnung für Eilbek dienen.
Damit reagieren wir auf die aktuellen sozialen und städtebaulichen Entwicklungen, die sich zunächst in einem rasanten Anstieg der Wohnungsmieten widerspiegeln. Eines der zentralen Ziele des SPD-Senats ist die Erhaltung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Neben der Forcierung des Wohnungsbaus muss die Beobachtung von Quartieren im Fokus stehen, in denen sich Verdrängungstendenzen abzeichnen. Bei entsprechendem Befund muss zeitnah reagiert werden können.
Der Übergang einer wünschenswerten Aufwertung von Stadtteilen zu überbordenden Sanierungen im hochpreisigen Segment und der Umwandlung in Eigentumswohnungen ist fließend. Das Quartiersmonitoring ist daher Frühwarnsystem und Basis für konkrete Maßnahmen zur Erhaltung sozialer Strukturen. Weiterlesen

Die Bezirksversammlung geht nach Jenfeld

SPD und Grüne in der Bezirksversammlung Wandsbek haben beschlossen, am 16. Dezember eine Sitzung des Sozialausschusses im Jenfeld-Haus durchzuführen.

Wir freuen uns, dass wir nach Klärung der Terminlage des Jenfeld-Hauses schon gleich die kommende Sitzung nutzen können, um uns vor Ort mit den Ergebnissen der aktuellen Sozialraumbeschreibung Jenfelds zu befassen. Alle Jenfelderinnen und Jenfelder sind gemeinsam mit den Trägern sozialer Einrichtungen eingeladen sich bei der Erörterung notwendiger Maßnahmen zu beteiligen.

Die SPD-Fraktion hatte bereits in der letzten Bezirksversammlung für eine ausführliche Debatte über die sozialen Entwicklungen im Bezirk gesorgt und dabei u.a. eine Erhöhung des Quartiersfonds gefordert. Außerdem wurde eine verstärkte soziale Mischung im Rahmen von Wohnungsbauprojekten angekündigt.

Wandsbek – der instabile Riese

OrtstypenWandsbek ist mit über 400.000 Einwohnern der weitaus größte Hamburger Bezirk. Als eigenständiges Gemeinwesen wäre Wandsbek nach Duisburg auf Rang 16 der einwohnerstärksten Städte in Deutschland. Wandsbek ist so groß wie Bochum und hat dicht bebaute, urbane Stadtteile genauso wie ländliche Strukturen. Wandsbek hat Villen und Wandsbek hat Großsiedlungen. Und in diesem Bezirk gibt es erhebliche Differenzen in den Einkommensstrukturen, der Lebensverhältnisse und der Chancenverteilung für gesellschaftliche Teilhabe. Eine Hamburger Tageszeitung berichtete daher unlängst über den „gespaltenen Bezirk“ und stellte die sozialen Unterschiede anhand des Anteils an Hartz-IV-Empfängern in den 18 Stadtteilen dar: in der südlichen Hälfte leben 93 % der Leistungsempfänger.

Hamburg gilt im deutschen Vergleich als stark polarisierte Stadt, und Wandsbek ist mit seiner großen Bandbreite an Stadtteiltypen der wohl am stärksten polarisierte Bezirk Hamburgs. Das Hamburger Sozialmonitoring zeigt dazu eine zeitliche Entwicklungstendenz: Die Lage in den ohnehin prosperierenden Gebieten im Norden verbessert sich weiter, während die Gebiete mit den größeren sozialen Problemen hingegen zunehmende negative Tendenzen aufweisen.

Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund gemeinsam mit einem Team von Stadtforschern und -planern von Nexthamburg Wandsbeks spezifische Herausforderungen analysiert und Strategien erarbeitet, mit denen Wandsbek sich für die Zukunft rüsten kann (Wandsbek stabilisieren, Wandsbek Gesicht geben, Wandsbek zusammenhalten). Dabei ging es neben Offensichtlichkeiten auch um versteckte Tendenzen der Polarisierung in „unauffälligen“ Stadtteilen und neben sozioökonomischen Gegensätzen um deutliche Unterschiede in den Altersstrukturen der Stadtteile. Im vergangenen Jahr wurde dazu der „WandsbekImpuls“ als Auftakt eines breiten Bürgerdialogs vorgestellt (www.wandsbekimpuls.de).
Stabilitätsindex Weiterlesen

Strukturerhalt für Rahlstedt beschlossen

Die Feststellung des B-Plans Rahlstedt 127 ist für den Stadtteil eine sehr gute Nachricht: endlich gibt es Sicherheit für die wertvollen städtebaulichen Strukturen. Rahlstedt zeichnet sich in weiten Bereichen durch Einfamilienhäuser, historische Architektur und viel Grün aus. Einiges davon ist bereits verloren gegangen. Das soll jetzt z.B. durch städtebauliche Erhaltungsbereiche geschützt werden. Gleichzeitig wird auch eine angemessene Weiterentwicklung ermöglicht. Ich freue mich auch, dass wir dieses große Projekt in der Bezirksversammlung einstimmig beschlossen haben und alle Fraktionen für Rahlstedt an einem Strang gezogen haben.