Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Wandsbek bekommt sein „Kulturschloss“

Nachdem jahrelang von vielen Ehrenamtlichen dafür gekämpft wurde, bekommt der Stadtteil Wandsbek jetzt endlich sein eigenes Stadtteilkulturzentrum. Der Umbau eines ehemaligen Bürohauses an der Ecke Brauhausstraße und Königsreihe läuft auf Hochtouren. Wo sich früher Röntgenbilder des LBK stapelten soll demnächst die Kultur zu Hause sein. Jetzt müssen erstmal alle Wände rausgerissen werden, um auf zwei Geschossen einen schönen Veranstaltungssaal, ein Café und großzügige Seminarräume zu bauen.

Einen Namen hat die neue Wandsbeker Institution natürlich auch schon: Kulturschloss Wandsbek. In dem Haus an der Königsreihe 4 sollen demnächst Kultur, Bildung und das Stadtteilleben regieren. Für Wandsbek hat die Gründung des Kulturschlosses eine immense Bedeutung. Endlich wird mit Mitteln des Bezirkes und der Kulturbehörde wieder gut gemacht, was mit der Schließung des Bürgerhauses 2006 verloren ging. Und wir werden noch wesentlich mehr bieten: ein breites Kursangebot, das sowohl für Familien und Senioren, als auch für jeden attraktiv ist, der sich für Musik, Kunst, Tanz, Sprachen, Gesundheit, Bildung und Beratung interessiert. Dazu gibt es verschiedenste Veranstaltungen und Konzerte. weiter lesen

Wandsbek bekommt Kulturzentrum

Es ist soweit! Noch in diesem Jahr soll es ein neues Stadtteilkulturzentrum geben. Der Finanzausschuss der Bezirksversammlung hat Ende April die Mittel für den Betrieb in 2010 bewilligt und knapp 60.000 Euro für 2011 in Aussicht gestellt. Außerdem stehen Investitionsmittel in Höhe von 200.000 Euro für den Umbau des neuen Standortes bereit. Er wird zwischen Brauhausviertel und Mühlenteich in der Königsreihe 4 sein.
Das ist ein riesiger Erfolg für alle, die seit 2006 mit viel Engagement für die Stadtteilkultur in Wandsbek gekämpft haben. Als Vorsitzender des Trägervereins freue ich mich besonders darüber. Qualität und Breite des Gesamtangebots sollen im neuen Haus wesentlich verbessert werden. Aufgrund des Standortes wird das neue Haus attraktiver Anlaufpunkt für die Menschen in Wandsbek und Marienthal und jetzt auch für alle Eilbekerinnen und Eilbeker sein. Sie werden musizieren, tanzen, malen, Sprachen lernen, Menschen kennenlernen, Konzerte und Ausstellungen erleben, diskutieren, feiern, Räume anmieten und sich beraten und helfen lassen können. Auch ein Café als Treffpunkt soll es geben.
Der Verein war 2007 aus einer Bürgerinitiative hervorgegangen, nachdem das Bürgerhaus Wandsbek vom damaligen Bezirksamtsleiter geschlossen worden war. Das Grundstück sollte an einen Investor verkauft werden, ohne dass auch nur irgendein Ersatz vorgesehen war.
Da der Verkauf nicht gelang, machten sich die Bürger für eine Wiedereröffnung des leerstehenden Hauses stark und konnten mit ihrer erfolgreichen Arbeit ab Mitte 2008 zeigen, wie dringend eine solche Einrichtung benötigt wird. Ende Juni wird der alte Standort an der Wandsbeker Allee nun endgültig geschlossen und abgerissen. Eine Planung für eine Neubebauung gibt es immer noch nicht.
Schon vor 25 Jahren war es der SPD-Distrikt Wandsbek, der wesentlich an der Gründung des alten Bürgerhauses beteiligt war.
Zur Zeit sind wir gemeinsam mit Architekten mitten in den Planungen für den Umbau des ehemaligen Bürogebäudes und in den Vorbereitungen des Programmangebots. Im Herbst soll ein großes Eröffnungsfest stattfinden.