Rainer Schünemann

Berichte aus der Bezirksversammlung Wandsbek

Wohnungsbau, Flüchtlingsunterbringung und Naturerhalt am Buchenkamp

Die rot-grüne Koalition in Wandsbek hat in der Bezirksversammlung am 12. Mai beschlossen, dass für die Bereiche östlich des Buchenkamps in Volksdorf ein Bebauungsplanverfahren begonnen werden soll, um dort Wohnungsbau, eine Unterbringung für Flüchtlinge und Schutz und Aufwertung der naturnahen und landwirtschaftlichen Flächen zu ermöglichen.

Mit Unterstützung der Bürgerschaftskoalition sind in Volksdorf in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche sowohl mit Eigentümern, örtlichen Bürgerinitiativen als auch Naturschutzverbänden geführt worden. Am Ferckschen Hof sollen nun 60 Wohneinheiten und eine Einrichtung für Demenzkranke mit bis zu 30 Plätzen entstehen. Die Bebauung wird in Höhe der Bestandsgebäude des Ferckschen Hofs begrenzt. Sämtliche Gebäude sind in Nullenergiebauweise zu errichten und die Dachflächen für Photovoltaik zu nutzen. Außerdem soll die Bebauung an einer weitestgehenden Schonung der Knicks orientiert sein. Alle rückwärtigen Landwirtschaftsflächen und Grünbereiche der Liegenschaften der Eigentümerin (Ökologische Wohnungsbau Genossenschaft) werden gesichert und aufgewertet bzw. renaturiert. So wird ein sachgerechter Ausgleich zwischen den Belangen des Wohnungsbaus und der Naturverträglichkeit erreicht.

KarteBuchenkamp

Weiterlesen

SPD-Senat investiert über 400 Millionen Euro in Wandsbek, Eilbek, Tonndorf, Jenfeld und Marienthal

Eine Anfrage der SPD-Bürgerschaftsfraktion ergab: Über 400 Millionen Euro investiert und verplant der Senat in dieser Wahlperiode für den Erhalt und die Weiterentwicklung der öffentlichen Infrastruktur in den Stadtteilen im Wandsbeker Süden.

Den Schwerpunkt bilden Investitionen von Schulbau Hamburg in die Schulen: An fast allen Schulen finden Erweiterungen, Sanierungen, Zu- und Ersatzbauten statt. In diesem Jahr wird beispielsweise der Fachklassentrakt der Gyula Trebitsch Schule in Tonndorf grundsaniert (Kostenpunkt rd. 7,5 Mio Euro). Investitionen im Bereich Kita-Ausbau, Kantinenausbau, Sportflächensanierung runden den Bereich Bildung, Bewegung und Betreuung ab. Weiterlesen

Weisung des Senats an den Bezirk zur Bebauung der Eilbeker Dreiecksfläche: Hintergründe

Senat und Bezirksamt haben als Vorlage für die Bezirksversammlung am 10. April Fragen der Linke-Fraktion beantwortet, die die rechtlichen Hintergründe der Weisung des Senats an den Bezirk bezüglich einer Bebauung der Dreiecksfläche in Eilbek (Eilbek 15) betreffen.

Über die Fakten zu diesem Thema kann sich nun jede und jeder Interessierte gut informieren.

XIX/4977.1 Antwort Eilbek 15

thumbnail4977

Der Saseler Konsens steht!

SaselerKonsensWir haben in dieser Woche für den Umbau des Saseler Marktes einen Konsens erreichen können, der jetzt von allen Beteiligten in Sasel mitgetragen wird. Noch in der Sitzung der Bezirksversammlung an diesem Donnerstag haben wir beschlossen, dass die Ausführungsplanung für den Umbau des Saseler Marktes im Rahmen des Arbeitsprogramms so zügig wie möglich aufgenommen wird. Grundlage dafür soll der von SPD und Grünen erarbeitete Saseler Konsens sein, der 90 Stellplätze für PKW vorsieht.

Am 22.11.2012 hatten wir in der Bezirksversammlung für die Planung bereits bis zu 300.000 € bereit gestellt, um durch eine externe Vergabe die Umsetzung zu beschleunigen.

Die Saselerinnen und Saseler wünschen sich seit vielen Jahren eine Erneuerung ihres Stadtteilzentrums. Es soll durch eine Umgestaltung des Saseler Marktes als Nahversorgungszentrum gestärkt und die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität erhöht werden.

Bereits seit 2008 wird an der konkreten Umsetzung dieser Umgestaltung gearbeitet. Dabei wurden die Saseler Vereine und Institutionen genauso eingebunden wie die Bürgerinnen und Bürger. Am 12. Juni 2012 wurde vom Büro arbos eine umfassende „Entwicklungsperspektive Promenade und Marktplatz“ vorgestellt, auf deren Grundlage seither viele weitere Gespräche mit den Vereinen und Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern in Sasel geführt worden sind.

Aufgrund der Differenz zwischen dem Bestand an Stellplätzen und der im arbos-Entwurf vorgesehenen Anzahl regte sich vielfacher Widerstand, da vorallem Einschränkungen für die Erreichbarkeit des Einzelhandels befürchtet wurden. Als Folgen wurden Gefahren für den Nahversorgungsstandort und Nachteile für Menschen genannt, die auf eine Anfahrt mit dem Auto angewiesen sind.

Demgegenüber standen Bürgerinnen und Bürger, die die Qualität des arbos-Konzepts beeinträchtigt sahen, wollte man es wieder um weitere Stellplätze ergänzen. Außerdem machten sie deutlich, dass sie sich den Platz eigentlich sogar autofrei wünschen würden. Besonders war ihnen wichtig, dass dieser Platz als attraktiver Freiraum und nicht wie bisher als Parkplatz erlebbar gemacht wird.

Der Grundgedanke des Planungsanstoßes, nämlich dem Ortszentrum ein „Gesicht“ und damit einen „Schub“ zu geben, wird mit dem Konsens erreicht. Der zu gewinnende Freiraum auf der Marktfläche wird berücksichtigt, aber auch erforderlichen Stellplätzen wird Rechnung getragen. Die Ausführungsplanung kann beginnen.

hao-logo-trans-8bit

Eilbek 15: Viele gute Vorschläge der Workshop-Teilnehmer

Der Planungsworkshop zur Eilbeker Dreiecksfläche war sehr konstruktiv. Endlich kamen Anwohner zu Wort, die sich eine Bebauung durchaus vorstellen können. Und viele Teilnehmer, die mit großer Skepsis in die Veranstaltung gegangen waren, stellten fest, dass sich ihre konkreten Kritikpunkte lösen lassen oder zumindest Kompromisse möglich sind. So war der Abend ein wichtiger Schritt, um die Planung in einer Richtung fort zu führen, die Konflikte vermeidet und die die Interessen der Eilbeker einbezieht. Das ist auch unsere Erwartungshaltung gegenüber den Bebauungsvarianten, die nun ausgearbeitet und der Öffentlichkeit anschließend vorgestellt werden.

hao-logo-trans-8bit

Eilbek15_1

Frieden im Planungsworkshop zur Eilbeker „Dreiecksfläche“

Moderate und konstruktive Kritik bestimmten die Bürgerbeteiligung zur geplanten Bebauung der Eilbeker Dreiecksfläche mit 60 Wohnungen.

Planungsworkshop für die Dreiecksfläche in Eilbek

Eilbek15_1Im  Planungsausschuss am 17. Dezember haben SPD und Grüne beschlossen, dass zum Thema Bebauungsplanung für die Dreiecksfläche an der Papenstraße (Eilbek 15) schnellstmöglich ein öffentlicher Planungsworkshop durchgeführt wird, an dem alle Interessierten teilnehmen können. Bei dieser intensiven Form der Bürgerbeteiligung sollen Vorschläge für die bauliche Umsetzung  erarbeitet werden. Rahmenbedingungen sind die Schaffung von ca. 60 Wohnungen und die Einbeziehung einer Kindertagesstätte.

Weiterlesen

Städtebauliches Quartiersmonitoring für Eilbek

In der morgigen Bezirksversammlung fordern wir gemeinsam mit unserem grünen Koalitionspartner die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt auf, den Stadtteil Eilbek als ersten weiteren Hamburger Stadtteil nach dem laufenden Pilotprojekt im Bezirk Mitte in die Anwendung eines städtebaulichen Quartiersmonitorings aufzunehmen.
Das Quartiersmonitoring soll als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Soziale Erhaltungsverordnung für Eilbek dienen.
Damit reagieren wir auf die aktuellen sozialen und städtebaulichen Entwicklungen, die sich zunächst in einem rasanten Anstieg der Wohnungsmieten widerspiegeln. Eines der zentralen Ziele des SPD-Senats ist die Erhaltung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Neben der Forcierung des Wohnungsbaus muss die Beobachtung von Quartieren im Fokus stehen, in denen sich Verdrängungstendenzen abzeichnen. Bei entsprechendem Befund muss zeitnah reagiert werden können.
Der Übergang einer wünschenswerten Aufwertung von Stadtteilen zu überbordenden Sanierungen im hochpreisigen Segment und der Umwandlung in Eigentumswohnungen ist fließend. Das Quartiersmonitoring ist daher Frühwarnsystem und Basis für konkrete Maßnahmen zur Erhaltung sozialer Strukturen. Weiterlesen

Die Bezirksversammlung geht nach Jenfeld

SPD und Grüne in der Bezirksversammlung Wandsbek haben beschlossen, am 16. Dezember eine Sitzung des Sozialausschusses im Jenfeld-Haus durchzuführen.

Wir freuen uns, dass wir nach Klärung der Terminlage des Jenfeld-Hauses schon gleich die kommende Sitzung nutzen können, um uns vor Ort mit den Ergebnissen der aktuellen Sozialraumbeschreibung Jenfelds zu befassen. Alle Jenfelderinnen und Jenfelder sind gemeinsam mit den Trägern sozialer Einrichtungen eingeladen sich bei der Erörterung notwendiger Maßnahmen zu beteiligen.

Die SPD-Fraktion hatte bereits in der letzten Bezirksversammlung für eine ausführliche Debatte über die sozialen Entwicklungen im Bezirk gesorgt und dabei u.a. eine Erhöhung des Quartiersfonds gefordert. Außerdem wurde eine verstärkte soziale Mischung im Rahmen von Wohnungsbauprojekten angekündigt.

Bürgerinitiative stimmt Bebauungskonzept für Sportplatz Oktaviostraße zu

Am Dienstag wurde bei einem Treffen der Bürgerinitiative Marienthal die überarbeitete Planung der Architektinnen des Investors Behrendt Wohnungsbau vorgestellt und diskutiert. Nach vorangegangenen Treffen der Bezirksverwaltung, der Kommunalpolitik, der Bürgerinitiative und des Investors war die Höhe der Gebäude mit Giebeldächern zurückgenommen und die architektonische Vielfalt erhöht worden. Insgesamt sollen jetzt 21 neue Wohneinheiten in acht Einzelhäusern entstehen. Die Hälfte der Fläche des ehemaligen Concordia-Stadions wird weiterhin dem angrenzenden Gehölz zugeschlagen und aufgeforstet.

concordiaVor genau vier Jahren begannen die Auseinandersetzungen über die Bebauung des Sportplatzes, als die damals oppositionelle SPD-Fraktion die Anwohnerinnen und Anwohner über die Planungen einer gebietsuntypischen und massiven Bebauung informierte. Anfang 2012 einigte sich dann die rot-grüne Wandsbeker Koalition mit der Bürgerinitiative auf Rahmenbedingungen einer Bebauung, die Grundlage einer Investorenausschreibung wurden. Nach anfänglicher Kritik an dem von der behördlichen Auswahlkommission favorisierten Entwurf stimmte die Bürgerinitiative der Überarbeitung nun einstimmig zu.

Wir freuen uns sehr, dass damit der Startschuss erfolgt ist. Die Anhandgabe an den Investor kann nun durch die Fachbehörde erfolgen und die Bezirksversammlung kann die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschließen. Wie vereinbart wird die Initiative auch in den weiteren Verfahrensschritten intensiv und unbürokratisch beteiligt. Planverfahren gegen die Bürger sind zum Scheitern verurteilt oder bringen zumindest erhebliche Verzögerungen mit sich. Uns ist es darüber hinaus sehr wichtig, dass Menschen, die sich für ihr Umfeld interessieren und sich einbringen wollen, wie hier geschehen ernst genommen werden und sich Politik und Verwaltung mit ihnen konstruktiv auseinandersetzt und sie beteiligt. Nur so war es möglich, dass wir nun dieses positive und auch stadtplanerisch gelungene Ergebnis gemeinsam erreichen konnten.